Projekte

Von der Idee bis zur Eröffnung ...

Grundschule Mamuru

Grundschule Madina

Grundschule Mafabaneh


Mamuru – Ein stehender Beweis für erfolgreiche Zusammenarbeit

Die Schuke in Mamuru hat riedige Fortschritte gemacht! Unsere Rückkehr nach Mamuru im Januar 2026 war ein echtes Fest. Die Begrüßung durch die Dorfgemeinschaft war unglaublich herzlich und es war für uns alle eine riesige Freude, endlich wieder vor Ort zu sein. Wir haben den Tag ausgiebig gefeiert: Es gab ein großes, gemeinsames Buffet, fröhliche Musik und wir haben unzählige Spiele mit den Kindern gespielt.
Diese unbeschwerten Momente voller Lachen zeigen uns eindrücklich, für wen wir diese Arbeit machen.

Partnerschaft, die Früchte trägt
Die Schuke in Mamuru hat riedige Fortschritte gemacht! In Mamuru steht bereits das Gerüst für eine neue Zukunft: Eine Grundschule mit fünf Klassenzimmern, deren Wände wir im vergangenen Jahr erfolgreich hochgezogen haben. Dieser Erfolg ist das direkte Resultat einer wunderbaren und verlässlichen Zusammenarbeit mit unserer lokalen Partnerin Juliet Fornah und ihrem sierraleonischen Förderverein Welfare Alert Sierra Leone.
Das stehende Gebäude ist der handfeste Beweis dafür, dass unsere Spendengelder hier effektiv eingesetzt werden und die Umsetzung vor Ort hervorragend funktioniert. Wir danken Juliet Fornah und ihrem gesamten Team von ganzem Herzen für ihr unermüdliches Engagement.

Ein Meilenstein: Unterstützung für die wichtigsten Menschen der Schule
Bei unserem Besuch im Januar durften wir großartige Neuigkeiten überbringen. Dank großzügiger Spenden der Akademia Germany GmbH konnten wir die Schule mit soliden Tischen und Bänken ausstatten. Die Zeit, in der die Schülerinnen und Schüler auf dem Boden sitzen mussten, ist damit endgültig vorbei.

Unsere Schule! Die nächsten Schritte: Gemeinsam über die Ziellinie
- Noch viel weitreichender ist jedoch ein weiterer Schritt: Ebenfalls über die Akademia Germany GmbH konnten wir die Gehälter von fünf Lehrkräften für ein ganzes Jahr im Voraus finanzieren! Als wir diese Nachricht verkündeten, war die Freude bei den Lehrern natürlich riesig. Für uns war das eine enorm wichtige Botschaft an die gesamte Dorfgemeinschaft: Die Lehrerinnen und Lehrer sind die wichtigsten Personen in dieser Schule. Die Zukunft der Kinder liegt maßgeblich in ihren Händen. Mit dieser Finanzierung zeigen wir unsere tiefe Wertschätzung, sichern ihren Verbleib an der Schule und geben ihnen den Rückhalt, jeden Tag ihr Bestes zu geben.
Das Gebäude steht, doch unsere Aufgabe ist es nun, die restliche Finanzierung auf die Beine zu stellen, damit die Schule vollumfänglich nutzbar wird.
Um das Gebäude fertigzustellen, fehlen uns noch folgende Schritte: Jede Spende hilft uns dabei, diese letzten Meter erfolgreich zu meistern und den Kindern und Lehrkräften in Mamuru eine komplett fertige Schule zu übergeben.

Die erste Begegnung – Mamuru 2024

Die Partnerschaft mit Mamuru begann nicht mit einem Bauplan, sondern mit einem Gespräch. Im Jahr 2024 reisten wir erstmals nach Mamuru: sechs Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse, ein Elternteil und vier Lehrkräfte. Gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft saßen wir im großen Kreis und hörten uns ihre Sorgen und Wünsche an. Die Menschen beschrieben uns eindrücklich, dass sie sich seit Jahren eine funktionierende Grundschule wünschten. Die Hilfsorganisation Welfare Alert, S.L., geleitet von Juliet Fornah, hatte bereits viel versucht und eine alte Kirche provisorisch in eine Schule umgewandelt. Doch die Bedingungen waren schwierig:
Nach unserer Rückkehr nach Deutschland war für uns klar: Wir müssen helfen. Wir beschlossen, Spenden zu sammeln und gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft und Welfare Alert eine richtige Grundschule zu bauen.

Der Schulbau beginnt – Reise 2025

Ein Jahr später, 2025, machten wir uns erneut auf den Weg nach Sierra Leone: diesmal mit 18 Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Klasse, acht Eltern und zwei Lehrkräften. Unser Ziel war klar: Den Bau der neuen Schule aktiv unterstützen. Vor Ort entschieden wir gemeinsam in Mamuru, dass der Bau der Grundschule beginnen sollte. In diesem Video ist zu sehen, wie Philipp Herzberg mit dem Stammesführer von Mamuru den Grundstein der neuen Schule legte:


Dieser Moment markierte den Anfang eines Projektes, das für das gesamte Dorf eine neue Zukunft eröffnet.

Unterstützung aus Berlin und neue Partnerschaften

Ein Großteil der Spendengelder kam durch die Schulgemeinschaft der Kant-Schulen in Berlin zusammen – eine Gemeinschaftsleistung aus Schülern, Eltern und Lehrkräften, die dieses Projekt möglich gemacht hat. Auch die Academia Education Group unterstützt das Projekt: Sie hat die Tische und Bänke für die neue Schule gespendet.


Grundschule Madina

Dieses Projekt hat mit unserer Bildungsreise im Februar 2026 begonnen.

Madina – Ein solides Fundament für die Zukunft und gelebte Gastfreundschaft

Ein Empfang, der ins Herz geht
BegrüßungAls unsere Reisegruppe im Januar 2026 nach Madina zurückkehrte, wurden wir mit einer Herzlichkeit empfangen, die ihresgleichen sucht. Das ganze Dorf war auf den Beinen, um uns mit traditionellen Begrüßungstänzen willkommen zu heißen. Obwohl die Menschen hier nur wenig besitzen, wurden wir reich beschenkt: mit frischen Kokosnüssen, süßen Papayas und der traditionellen Kolanuss, die in Sierra Leone ein tiefes Symbol für Gastfreundschaft und Respekt ist.
Unser Besuch hatte jedoch auch einen ernsten und emotionalen Hintergrund. Bereits bei unserem Besuch im Vorjahr hatten die Dorfbewohner den innigen Wunsch geäußert, eine Schule für ihre Kinder zu bauen. Damals übergaben wir dem Dorfältesten rund 200 Dollar – eine gut gemeinte Geste, aber bei weitem nicht genug für ein solches Vorhaben. Mit diesen wenigen Mitteln versuchte das Dorf 2025 voller Tatendrang, die Schule zu errichten. Doch beim Bau fehlte es an entscheidender Struktur: Es gab kein richtiges Stahlbetongerüst, keine tragenden Säulen und Träger. Zu unserem großen Entsetzen mussten wir bei unserer Rückkehr im Januar 2026 feststellen, dass das Gebäude den starken Regenfällen der Regenzeit nicht standgehalten hatte und komplett in sich zusammengebrochen war.

Die Entscheidung für echte Nachhaltigkeit
Die Dorfgemeinschaft bat uns daraufhin um weitere finanzielle Unterstützung für einen erneuten Versuch. Sie fragten nach gerade einmal 15.000 sierraleonischen Leones – umgerechnet etwa 550 Euro. Doch dieses Mal hatten wir Architekten und Bauingenieure in unserer Reisegruppe. Ihre professionelle Einschätzung war eindeutig: Mit dieser geringen Summe würde sich das Unglück bei der nächsten Regenzeit unweigerlich wiederholen. Um das Projekt wirklich auf ein solides Fundament zu stellen, trafen wir als Verein eine weitreichende Entscheidung. Wir werden tiefer in die Tasche greifen, um eine Schule zu bauen, die absolut nachhaltig konstruiert ist.
Das neue Gebäude wird mit einem professionellen Stahlbetongerüst versehen. Das bedeutet: Selbst im schlimmsten Fall, falls die selbstgemachten Lehmblöcke der Wände bei extremen Unwettern wegbrechen sollten, bleibt die tragende Struktur der Schule unerschütterlich stehen und kann einfach wieder aufgebaut werden. Es ist eine Investition in echte Langlebigkeit.

Das Projekt: Phase 1
Unser Ziel für Madina ist der Bau einer vollwertigen Grundschule:
7 Räume in Phase 1: Sechs Klassenzimmer (für die 1. bis 6. Klasse) sowie ein Lehrerzimmer. Darauf konzentrieren wir uns aktuell.
Zukunftsblick: In weiteren Phasen sind ein eigener Brunnen für sauberes Wasser, Sanitäranlagen und ein Spielhof für die Kinder fest eingeplant.

Begrüßung Das Abenteuer Madina: Ein Paradies für Mitreisende
Eine Reise nach Madina ist nicht nur Arbeit, sondern ein tiefes Eintauchen in die atemberaubende Natur und Kultur Sierra Leones. Die Dorfbewohner nahmen uns mit auf eine unvergessliche Dschungelwanderung zu ihrer Ananasplantage, wo wir unsere eigenen, sonnengereiften Ananas pflücken durften. Wir durften frisch geerntete Kakaobohnen und Cashewfrüchte probieren und lernten die roten Palmölsamen kennen – die absolute Grundlage und das essenzielle Nahrungsmittel der sierraleonischen Küche.

Nach den schweißtreibenden Ausflügen in den Dschungel und der intensiven Projektarbeit gab es nichts Besseres, als sich gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft im nahegelegenen Fluss abzukühlen. Das gemeinsame Baden und Austoben im klaren Wasser war ein absoluter Traum und schweißte uns als Gruppe und mit den Menschen vor Ort noch enger zusammen.

Madina ist ein Ort voller Leben, an dem aus Fehlern der Vergangenheit eine sichere und nachhaltige Zukunft für die Kinder gebaut wird.



Grundschule Mafabaneh

Bauprojekt „Learning Hub“ – Bildung als Brücke für Frieden und Fortschritt

Ein historisch verwurzelter Konflikt
Vor fast 70 bis 80 Jahren entbrannte zwischen den Dörfern Mafabaneh und Mabasia ein Streit um Ackerlandgrenzen. Da in Sierra Leone Landbesitz selten in offiziellen Registern dokumentiert wurde, führte diese Unklarheit oft zu Konflikten. Was in den späten 1940er Jahren als Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Dorfbewohnern begann, eskalierte zu einem Generationenkonflikt. Über Jahrzehnte hinweg wurde die Angelegenheit immer wieder vor lokale Gerichte gebracht; Petitionen, Einsprüche und Berufungen wurden von beiden Seiten eingereicht. Die Verbitterung verhärtete sich zu tiefem Misstrauen, und die Familien beider Dörfer trugen den Groll weiter. Bis in die 1990er Jahre bestätigten die Gerichte Mafabaneh als rechtmäßigen Eigentümer des Landes. Rechtlich war die Sache geklärt – doch sozial blieben die Wunden offen. Jahrzehntelang vermieden die beiden Dörfer jeden engen Kontakt.

MafanbanehDer Wendepunkt: Eine Schule verbindet
Alles begann mit einer Entscheidung unserer Reisegruppe: Wir beschlossen gemeinsam, in Mafabaneh eine Schule zu bauen. Diese Neuigkeit machte in der Region schnell die Runde. Im benachbarten Magbashai (einer eng mit Mabasia verbundenen Gemeinde) wuchs zunächst die Sorge, ausgeschlossen zu werden. Würde sich die Geschichte der Spaltung wiederholen?
Doch anstatt das Misstrauen wachsen zu lassen, ergriff das Nachbardorf die Initiative, kam auf Mafabaneh zu und fragte offen, ob man sich an der Schule beteiligen und die Kinder dorthin schicken dürfe. Mafabaneh reagierte mit einer herzlichen Einladung. Yoni Sesay, der das Projekt mit uns organisiert und dessen Familie den Streit selbst miterlebt hatte, führte persönlich eine Delegation an. Diese Geste des Respekts und der Offenheit markierte einen historischen Wendepunkt. In emotionalen Reden erklärten die Ältesten beider Dörfer, dass solche Konflikte sie nie wieder trennen dürfen. Sie verpflichteten sich zur Versöhnung und gaben das Versprechen ab, die Schule gemeinsam zu bauen.

Mehr als eine Schule: Das „Learning Hub“
Mit diesem Projekt verabschieden wir uns bewusst von dem Gedanken, „nur“ eine klassische Grund- und Sekundarschule zu errichten. Wir bauen ein Lernzentrum – ein „Learning Hub“.
Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern nicht nur akademisches Wissen zu vermitteln, sondern ihnen handfeste praktische und theoretische Erfahrungen mit auf den Weg zu geben. Durch die Integration von beruflicher Ausbildung und Entrepreneurship (Unternehmertum) schaffen wir echte Perspektiven. Die jungen Menschen sollen hier die Fähigkeiten erlernen, die sie benötigen, um später einen Beruf auszuüben, eigene Ideen umzusetzen und reale, nachhaltige Chancen für ihr eigenes Leben zu kreieren.

Warum dieses Projekt so wichtig ist
Dieses Learning Hub ist weit mehr als nur ein Gebäude.
Es steht für:
- Versöhnung nach Generationen des Konflikts: Die Heilung von Wunden, die Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden sind.
- Empowerment durch Bildung: Die Schaffung von echten Zukunftschancen und Lernangeboten bis zur Oberstufe (SS3) für Kinder aus allen umliegenden Gemeinden.
- Gelebte Nachhaltigkeit: Der Bau erfolgt mit umweltfreundlichen Lehmziegeln, beschattet von neu gepflanzten Bäumen und fest verwurzelt in ökologischer Verantwortung.

Start eines neuen Projekts Phase 1: Das Fundament
In der ersten Bauphase errichten wir die essenzielle Infrastruktur für das Lernzentrum:
Mit deiner Unterstützung verwandeln Mafabaneh und Magbashai eine Geschichte der Spaltung in eine Zukunft der Zusammenarbeit. Dieses Learning Hub wird als Symbol für Frieden, Nachhaltigkeit und Hoffnung stehen – eine Investition in Bildung, die Generationen und Kulturen verbindet.
Werde Teil dieses Wandels. Hilf uns, nicht nur Wände, sondern echte Zukünfte zu bauen.