Bildungsreisen

Lernen in Sierra Leone

Bildungsreise 2026

Die diesjährige Reise führte uns zuerst natürlich in die Dörfer unserer Projekte - unter dem Link findet Ihr Berichte über die aktuellen Entwicklungen in Mamuru, Madina und Mafabaneh! Unserer Reise hatte aber noch mehr Stationen:

Masingbi – Unser Zuhause auf Zeit: Alltag, Handwerk und unvergessliche Begegnungen

Ein Zuhause mit Eimerdusche und Traumsonnenuntergängen: Für rund eine Woche durften wir unsere Zelte in Masingbi aufschlagen. Untergebracht waren wir im Gästehaus von Yonis Familie, das über die Jahre mit viel Liebe aufgebaut wurde. Für unsere jüngeren Mitreisenden war es in den ersten Tagen durchaus eine Umstellung, sich nur mit einem Kübel Wasser zu duschen. Doch diese kleinen Herausforderungen waren schnell vergessen: Das Gästehaus wurde für uns alle in kürzester Zeit zu einem echten Zuhause. Die atemberaubenden Sonnenuntergänge, die wir von hier aus beobachten durften, bleiben unvergessen – und der Abschied am Ende der Woche fiel uns allen richtig schwer. Treffen mit Frau Tunis

Freetown – Zwischen Traumstränden, Großstadtchaos und tiefer Geschichte

Diplomatie und Völkerverständigung auf höchster Ebene: Ein ganz besonderes Highlight unserer Zeit in der Hauptstadt waren zwei offizielle Begegnungen, die unsere Reise auf eine politische Ebene hoben.
Wir hatten die große Ehre, uns mit der Tourismusministerin von Sierra Leone, Frau Nabeela Farida Tunis, sowie mit dem deutschen Botschafter, Herrn Dr. Pascal Richter, zu treffen. In den Gesprächen mit beiden wurde deutlich, wie sehr unser Ansatz geschätzt wird: Weg vom klassischen „Resort-Tourismus“, hin zu einem tiefen interkulturellen Verständnis. Frau Ministerin Tunis war sichtlich angetan von unserer Art zu reisen – nicht das typische Faulenzen am Strand, sondern das wahre Kennenlernen der Kultur durch Übernachtungen in den Dörfern und den direkten Austausch mit den Menschen. Herr Dr. Richter bestärkte uns in der Ansicht, dass genau diese Form des Reisens die Brücke für ein echtes Länderverständnis schlägt. Diese positive Resonanz hat uns gezeigt, dass unser Weg, Sierra Leone „pur“ zu erleben, genau der richtige ist.
Treffen mit dem Botschafter
[Bilder: Treffen mit der Tourismusministerin und in der deutschen Botschaft]

Eine Hauptstadt der Gegensätze
Nach der Ruhe und Abgeschiedenheit der ländlichen Dörfer ist Freetown ein regelrechter Kulturschock. Die Metropole ist geografisch und sozial stark zweigeteilt: Der Westen (Uptown) lockt mit wunderschönen Stränden und modernen Hotels, während der Osten das pulsierende, dichte Herz der Stadt bildet. Getrennt werden diese Welten durch eine massive Bergkette. Da es nur eine einzige Verbindungsstraße über das Gebirge gibt, muss man oft den weiten Weg um die gesamte Halbinsel auf sich nehmen, um von einer Seite zur anderen zu gelangen.

Natur- und Tierschutz: Das Tacugama Schimpansen-Reservat
Ein absolutes Muss in Freetown ist das Tacugama Chimpanzee Sanctuary. Hier werden Schimpansen, die illegal als Haustiere gehalten wurden, gerettet und resozialisiert. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Tiere liebevoll aufgepäppelt werden, um sie irgendwann wieder in die freie Wildbahn zu entlassen. Ein wichtiger Ort, um die körperliche Kraft und die sensible Natur unserer nächsten Verwandten zu verstehen.

Ein dunkles Kapitel: Die Sklavenruinen von Kent
Am Südzipfel der Halbinsel besuchten wir Kent. Die Führung durch die Ruinen eines alten Sklavenumschlagplatzes war eine schwere, aber enorm wichtige Erfahrung. Wir lernten, wie versklavte Menschen unter grausamen Bedingungen in kleinen Booten zur vorgelagerten Bananeninsel (Banana Island) gebracht wurden, um dort auf die großen Transportschiffe verladen zu werden. Diese Geschichte vor Ort zu greifen, hat bei allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Ein Stückchen Heimat am Strand
Nach anderthalb Wochen im Landesinneren bot uns unser Hotel direkt am Strand eine willkommene Rückkehr in die Komfortzone. Ein einfacher Gang über die Straße und wir standen am Meer. Das abendliche Leben mit Pizzashops und einem eisgekühlten Bier brachte uns ein kleines Stück vertraute Heimat zurück – ein Moment des Durchatmens für die ganze Gruppe.

Der Preis der Zivilisation: Das wilde Leben der Hauptstadt
Freetown verlangt einem jedoch auch viel ab. Die Herzlichkeit und Ruhe des ländlichen Raums weichen hier dem harten Rhythmus der Großstadt: Verkehr und Lärm: ständiger Stau, Abgase und ein herrlich-anstrengendes Durcheinander bestimmen das Straßenbild. Reizüberflutung beim Shopping: Selbst ein kleiner Einkauf wird zum intensiven Erlebnis aus tausend Eindrücken pro Minute. Wilde Märkte: Die Märkte sind ein Spektakel aus lautstarken Verkaufsschleifen und Preisverhandlungen – ein echtes Stück echtes Sierra Leone.


Bildungsreise 2025


Mamoru: Herstellung von Ziegelsteinen für die Schule

Mamoru: Spielen!

Mamoru: Vom Vermessen bis zur Legung des Grundsteins

Herstellung von rotem Palm-Öl

Besuch einer Sekundarschule in Masingbi

Dschungelwanderung und Baden im Fluss

Wanderung auf den Wossum-Hügel

Tacugama: Schimpansen-Reservat


Bildungsreise 2024


Eine Zusammenfassung unserer Reise

Kokosnuss-Ernte